Mannheim: Im Bauch des Walfischs

Die  Jonakirche in Mannheim-Blumenau ist seit 2009 offiziell ein „Kulturdenkmal“

Wer genau hinschaut, erkennt den Walfisch. Hinten die aufgestellte Schwanzflosse, vorne der Glockenturm als Fontäne. Und im Bauch des Wals sitzt die Gemeinde. Isoliert von der Außenwelt, zurückgeworfen auf sich selbst und auf Gott. So wie einst der Prophet Jona, nach dem die evangelische Kirche im Mannheimer Stadtteil Blumenau benannt ist. Weiterlesen

Heidelberg: Eine Halle aus Licht

Die Heidelberger Jesuitenkirche das reduzierteste aller barocken Gotteshäuser

Sie hat die Aura einer Königin. Stolz und elegant dominiert die Heidelberger Jesuitenkirche ihr Altstadtquartier. Dabei musste das barocke Gotteshaus schon viel mitmachen in seinem 258-jährigen Leben. Die Jesuitenkirche vegetierte halbfertig dahin, wurde als Lazarett missbraucht und wäre beinahe zur Universitätsbibliothek degradiert worden. Was unvorstellbar ist. Denn die Jesuitenkirche ist sakrale Architektur in Reinform. Eine Halle aus Licht. Weiterlesen

Heidelberg: Auf Luthers Spuren durch die Altstadt

Die „Heidelberger Disputation“ war ein Weltereignis. Bei der Diskusssion mit den Heidelberger Professoren am 26. April 1518 präsentierte Martin Luther erstmals öffentlich seine neue Theologie. Die Originalschauplätze dieses historischen Moments sind mit der Zerstörung Heidelbergs im Jahr 1693 leider verschwunden. Trotzdem kann man in der Altstadt auf den Spuren der Reformation wandeln. Weiterlesen

Neckarbischofsheim: Die Kirche des schönen Todes

In der Totenkirche reihen sich dicht an dicht Epitaphien von seltener Pracht

Die Aura der Macht umweht ihn noch immer. Hochgewachsen und selbstbewusst
steht Weiprecht I. von Helmstatt da, mit gepanzerter Brust, Helm und Schild. Nur das Schwert hat gelitten in den 600 Jahren, in denen der Ritter schon tot ist. Weiprecht starb 1408 in Neckarbischofsheim, dem Stammsitz der Herren von Helmstatt. Ihre Grablege ist ein Kleinod von seltener Schönheit.

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Ladenburg: Die heimliche Kathedrale

St. Gallus war 300 Jahre die Kirche der Wormser Bischöfe.

Der kühne Chor und das federleichte Gewölbe waren schon da, bevor die Bischöfe kamen. Einer der beiden Türme auch. Den prachtvollen Rest der St. Gallus-Kirche verdankt Ladenburg dem Umstand, dass sich in Worms die Bischöfe und der Stadtrat dreihundert Jahre lang einen gnadenlosen Machtkampf lieferten. Weshalb es die Exzellenzen vorzogen, in sicherer Entfernung zu residieren. In Ladenburg am Neckar, der heimlichen Bischofsstadt. Weiterlesen

Mannheim: Der Sehnsuchtsort des Kurfürsten

Mannheim hat einst geleuchtet. In der Schlosskirche ahnt man das noch.

An einem Winterabend des Jahres 1948 versammelten sich Mannheims Honoratioren um zwei prachtvolle Zinksärge. In einem ruhte Kurfürst Carl Philipp von Pfalz-Neuburg, im anderen seine dritte Ehefrau Violanta. Über 200 Jahre waren die Durchlauchte schon tot, jetzt sollten die Särge geöffnet werden. Weiterlesen

Mosbach: Zwei Konfessionen unter einem Dach

Einzigartig: Die Mosbacher Stiftskirche ist eine Simultankirche

Mosbach präsentiert sich heute als moderne Mittelstadt mit viel Fachwerk, guter Infrastruktur und Dualer Hochschule. Im Mittelalter hingegen blieb die Stadt an der Elz lieber für sich. Kein Krieg hat Mosbach je erreicht, aber auch kaum aristokratischer Glanz. Nur eine einzige, fürstliche Blütezeit gab es. Ihr verdankt Mosbach seinen Zauber.

 

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