2. Heidelberger Frauenwallfahrt: Kloster Waghäusel

Der 1. Februar 2014 begann gräulich, doch es regnete nicht. Und es war auch nicht kalt. Gegen Mittag klarte der Himmel etwas auf, und Spätwintersonne ließ sich blicken. Die S-Bahn brachte uns vom Heidelberger Hauptbahnhof nach Mannheim.

Dort stiegen wir um in die Regionalbahn nach Karlsruhe. Waghäusel liegt etwas in der Mitte zwischen Mannheim und Bruchsal. Die Fahrtzeit betrug etwa eine Stunde.

Im Jahr 1435 bemerkte ein Schäfer eine hohle Eiche am Ufer des Wagbaches. Neugierig äugte er hinein und entdeckte eine kleine steinerne Marien- statue mit Jesuskind. Der Hirte trug die Madonna nach Hause, betete und ging schlafen. Als er am nächsten Morgen er- wachte, war die Statuette verschwun- den. Der Mann suchte und suchte, dann spürte er die Madonna in jenem Baum, auf, in dem er sie am Tag zuvor gefunden hatte. Wieder nahm er sie mit nach Hau- se, wieder fand er sie am Morgen in der Ei- che. Wütend griff der Schäfer zum Ham- mer, als eine Stimme vom Himmel zu ihm sprach: „Halte ein! Zerschlag’s nicht!“ Der Schäfer erschrak gar sehr und ge- lobte, dem Bildnis ein Häuslein zu bau- en. Aus dem Bildstock wurde eine Wall- fahrtskirche, aus der Wallfahrtskirche das Kloster Waghäusel.

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